Teilprojekt Q2 - Inhalt

Zusammenfassung

Aufgabe des Projektes Q2 ist die Evaluation der innerhalb des SFB neu entwickelten Methoden der Visualisierung und der Robotik. Unter definierten experimentellen Randbedingungen soll das Leistungsvermögen der 3D- und 4D-Visualisierung im Bereich des knöchernen Skelettes (Schädel, Thorax), der Weichteile (Muskel, Fett, Lungengewebe) und der Bewegungsabläufe (Herzzyklus, Gelenke) im Großtierexperiment untersucht werden. Methodenkritik und systematische Analyse möglicher Artefaktquellen sowie Angaben über das Indikationsspektrum der zu entwickelnden Methoden sind damit Gegenstand von Q2. Die Methodenevaluation schließt auch den Robotereinsatz unter experimentellen Bedingungen ein (z.B.: Sägen, Fräsen, Bohren im Großtiermodell; Interaktion zwischen Roboter und menschlichem Operateur; Anpassung von Schädelimplantaten).

In Q2 sollen ferner mechanische Experimente an isolierten menschlichen Myocardmuskelstreifen durchgeführt werden, um so Eingangsdaten für die in Q4 durchzuführende mathematische Herzmodellierung zu liefern. Umgekehrt soll die Validität der aus den mathematischen Modellen entwickelten Vorhersagen über das Kontraktionsverhalten später anhand von Messungen an isolierten Muskelfasern geprüft werden.

Eigenständige Entwicklungsarbeit soll im Gebiet der Visualisierung in den Bereichen geleistet werden, die unter klinischen Bedingungen nur schwer einer systematischen Analyse zugänglich sind (“problemorientierte Segmentierung” z.B. durch Induktion und nachfolgende gezielte Segmentierung eines Myocardödems, wobei die Qualität der Segmentierung durch begleitende morphologische Untersuchungen unmittelbar validisiert wird). Bezüglich der 3D- und 4D-Visualisierung sollen im Projekt Q2 Standards erarbeitet und definiert werden, an denen sich der Einsatz in der Klinik messen muß. Um die erarbeiteten Standards klinisch verfügbar zu machen, gehört der Aufbau einer “3D-Referenzbibliothek” zu den Aufgaben von Q2 (z.B.: wie sieht eine optimal visualisierte Herzklappe, ein Homograft, der Herzzyklus eines normalen Herzens, ein Infarkt etc. aus und welche Artefaktquellen sind zu berücksichtigen). Im Sinne der Qualitätssicherung strebt Q2 an, Darstellungsstandards zu definieren und zu validieren, um die unter klinischen Bedingungen erhobenen Daten an diesen Standards messen zu können.




letzte Änderung: 10.05.2004                                                                                                                                                                          
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