Teilprojekt Q1 - Inhalt


Die 3D-Sonographie hat sich durch die Untersuchungen der vergangenen Jahre als ein zuverlässiges und logistisch verfügbares Verfahren erwiesen, das die Palette der Bildgebung in Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle von Skelettmetastasen effektiv verbessern kann. Die Akquisition eines Volumendatenblocks erlaubt unter anderen die verlässliche und klinisch relevante Analyse ausgedehnter Prozesse und die objektive Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse.

Der andere Schwerpunkt in diesem Projekt liegt auf der Evaluierung und Verbesserung der Generierung von Oberflächenmodellen. Dabei sind zwei Arten der Modellerstellung zu unterscheiden:

Zum einen die Erstellung und Evaluierung von individuellen Oberflächenmodellen aus dem realen Datensatz eines Patienten: Das Softwaretool "Patientenmodell" erlaubt die transparente Steuerung der Prozesskette zur Erstellung von dreidimensionalen Modellen aus Bilddatensätzen (Abb.1). Hierzu wurden zunächst die einzelnen Verarbeitungsschritte der notwendigen Prozesskette offengelegt und für den Benutzer nachvollziebar mit Hilfe der entwickelten Dokumentationssprache "KaPML" dokumentiert. Segmentierung, 3D-Visualisierung, Dezimierung, Glättung usw. werden in Form eines Ablaufdiagrammes dargestellt. Die Parametrisierung der Algorithmen kann so gezielt im Hinblick auf die Präzision optimiert werden. Anschliessend erlaubt das Evaluierungstool Kanalyze die Qualitätskontrolle der Erstellung von Modellen aus Bilddatensätzen. Dabei ist sowohl ein graphisch-visueller Datenvergleich, in Form von Differenzmodellen (Abb. 2) als auch ein quantitativer Vergleich möglich.

Zum anderen die Erstellung und Evaluierung von idealen Oberflächenmodellen aus Datensätzen mehrerer Patienten: Die Erstellung von Referenzmodellen für eine gezielte Operationsplanung wurde in einem weiteren Softwarepaket etabliert und anhand mehrerer Trainingsdatensätze evaluiert. Die Qualität der Referenzdatenbank wächst dabei kontinuierlich mit der Erhöhung der Zahl der zugrundeliegenden Datensätze. Mit den hier etablierten Methoden der Erstellung von Referenzmodellen und des Modellvergleichs werden zugleich die Methoden für den Soll-Ist Vergleich von prä-, intra- und postoperativen Daten bereitgestellt. So wird die erforderliche Qualitätssicherung für die klinische Anwendungen neuer Methoden in anderen Teilprojekten ermöglicht.




letzte Änderung: 10.05.2004                                                                                                                                                                          
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