H1: Klinische Applikation und Entwicklung dreidimensionaler Verfahren zur Unterstützung der Diagnostik und Therapie

 

Zielsetzung des Projekts

Zielsetzungen des Teilprojektes H1 sind (1) die Entwicklung und Anpassung von neuen Methoden der bildgebenden Diagnostik an herzchirurgische Patienten, insbesondere die Entwicklung spezifischer Software zur anatomischen und funktionellen Analyse des Herzens, sowie (2) ihre Verfügbarmachung und Applikation im klinischen Alltag, um patientenbezogene und krankheitsspezifische Fragestellungen zu untersuchen.

Kenntnisstand bei der letzten Antragsstellung

In H1 wurden innovative Methoden zur Visualisierung und Quantifizierung echokardiographischer Daten entwickelt. In der zweiten Phase erfolgte die Erweiterung und Integration der Verfahren in das neuentwickelte, interaktive Softwaresystem „EchoAnalyzer“. Es enthält in einfach anwendbarer Form alle in der ersten und zweiten Phase entwickelten Methoden. Hierzu zählen Verfahren zur dreidimensionalen Visualisierung und Quantifizierung von Regurgitationsflüssen, zur dreidimensionalen Vermessung von Herzklappenringen, Methoden zur Berechnung des diastolischen Flusses.

Die neuentwickelten Methoden wurden zur Untersuchung von Klappenvitien eingesetzt und mit herkömmlichen Verfahren verglichen. Der Schwerpunkt in der Bildgebung lag dabei auf der dreidimensionalen, transösophagealen Doppler-Echokardiographie. Es kamen und kommen als Vergleichsmethoden aber auch andere Modalitäten zum Einsatz, wie Magnetresonanztomographie und Thermodilution.

Ausgangsfragestellung der dritten Phase

Ziel der dritten Phase ist, die in das EchoAnalyzer-System integrierten Methoden auf verschiedene klinische Fragestellungen anzuwenden und zu erweitern, und darüber hinaus neuartige Methoden zur Flussanalyse und Herzvitalitäts-Diagnostik zu entwickeln.

Die klinischen Fragestellungen umfassen: (1) die Studie der linksventrikulären Volumetrie bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung, (2) die Auswertung der rechtsventrikulären Volumina und der Funktion bei Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion und (3) die Analyse der Blutflüsse mittels 3D-Doppler bei Patienten mit Herzklappenvitien.

Schwerpunkt bei der Entwicklung neuartiger Methoden sind Verfahren zur Rekonstruktion dreidimensionaler Geschwindigkeitsvektoren aus Doppler-echokardiographischen Daten. Letztendliches Ziel der neuartigen Methoden zur vektoriellen Erfassung von Geschwindigkeiten sind verbesserte diagnostische Möglichkeiten zur Untersuchung von Blutflüssen und zur Beurteilung der Vitalität des Herzmuskels.




Literatur:

siehe Publikationsseite SFB 414



letzte Änderung: 10.05.2004                                                                                                                                                                          
Bei Fragen, Kritik oder Anregungen bitte Email an : Lueder Kahrs